Aktuelles rund um Kredite
Angebote wie „Buy now, pay later“ machen das Einkaufen leicht, können aber schnell den Überblick über offene Beträge kosten. Behalte alle Zahlungsziele im Blick und plane die Raten in deinem Monatsbudget ein. Verspätete Zahlungen können Mahngebühren kosten und deine Bonität belasten. Ab dem 20. November 2026 gelten für solche Angebote die Regeln für Verbraucherkredite – unter anderem mit einer Prüfung deiner Kreditwürdigkeit. Für größere Anschaffungen ist ein klassischer Ratenkredit mit festem Zins oft die übersichtlichere Wahl.
Quelle: www.bundesregierung.de
Bei einer Umschuldung nimmst du einen neuen Kredit auf und zahlst damit bestehende Kredite zurück. Das lohnt sich vor allem, wenn dein alter Kredit deutlich teurer ist als aktuelle Angebote oder wenn du mehrere Raten in einer zusammenfassen willst. Die Bank darf für die vorzeitige Rückzahlung eines Ratenkredits höchstens 1 Prozent des Restbetrags verlangen, bei weniger als einem Jahr Restlaufzeit höchstens 0,5 Prozent. Rechne diese Kosten ein und vergleiche den effektiven Jahreszins des neuen Kredits mit deinem alten.
Die Europäische Zentralbank hat am 10. September 2026 ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben, der Einlagensatz liegt seit 16. September bei 2,50 Prozent. Grund ist die weiter hohe Inflation. Für dich heißt das: Banken können ihre Zinsen für neue Ratenkredite anheben, auch Dispozinsen und variable Zinsen können steigen. Bestehende Ratenkredite mit festem Zins bleiben unverändert. Planst du eine Anschaffung, lohnt sich ein Vergleich, bevor die Angebote nachziehen.
Quelle: www.ecb.europa.eu
Der Dispokredit ist bequem, aber für längere Zeit teuer: Die Zinsen liegen meist deutlich über denen eines Ratenkredits. Nutzt du deinen Dispo seit Monaten, kann es sich lohnen, ihn mit einem günstigeren Ratenkredit abzulösen. Der Vorteil: feste Raten, ein klares Ende und oft spürbar weniger Zinskosten. Achte darauf, den Dispo danach nicht wieder auszuschöpfen – sonst zahlst du am Ende doppelt.
Banken werben gern mit dem Sollzins. Aussagekräftiger ist der effektive Jahreszins: Er enthält alle Kosten des Kredits und muss von jeder Bank angegeben werden. Achte außerdem auf den Unterschied zwischen bonitätsabhängigen Angeboten und festen Zinsen – der beworbene Zins gilt oft nur für einen Teil der Kunden. Eine Restschuldversicherung ist bei den meisten Ratenkrediten freiwillig, schließe sie nur ab, wenn du sie wirklich brauchst.
Der Bundestag hat die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie umgesetzt, die Regeln gelten ab 20. November 2026. Dann fallen auch Buy-now-pay-later-Angebote, Kleinkredite unter 200 Euro, zinsfreie Kredite und Kredite mit bis zu drei Monaten Laufzeit unter den Verbraucherschutz. Wird deine Kreditwürdigkeit automatisiert geprüft, hast du künftig das Recht, dass ein Mensch die Entscheidung überprüft. Bei fehlerhaften Angaben im Vertrag ist das Widerrufsrecht dagegen künftig auf höchstens zwölf Monate und 14 Tage begrenzt.
Quelle: www.bundesregierung.de
Seit dem 17. März 2026 gibt es den neuen Schufa-Score auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten – je höher, desto besser. Statt vieler geheimer Faktoren fließen nur noch 12 öffentlich einsehbare Kriterien ein, besonders stark wirken Zahlungsstörungen. Über einen kostenlosen Online-Zugang kannst du deine gespeicherten Daten einsehen. Wichtig: Noch nutzt nur ein Teil der Banken den neuen Score, alte Werte sind weiter im Umlauf. Prüfe deine Daten am besten, bevor du einen Kredit beantragst.
Quelle: www.verbraucherzentrale.de